PEFC ist EmpCo-konform

Was Unternehmen bei der Nutzung des PEFC-Labels beachten müssen

Das müssen Unternehmen wissen

Die Anforderungen an die Nachhaltigkeitskommunikation steigen: Mit der neuen EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (kurz EmpCo), die am 27. September 2026 in Kraft tritt, möchte die Europäische Union Verbraucher besser vor irreführenden Umweltaussagen und „Greenwashing“ schützen. Für Unternehmen, die das PEFC-Label auf ihren Produkten oder in ihrer Werbung verwenden, stellt sich die Frage: Was muss ich jetzt tun, um konform zu bleiben?

Die gute Nachricht vorab: Das PEFC-System erfüllt bereits alle Anforderungen der EmpCo-Richtlinie an ein legitimes Zertifizierungssystem. Dennoch gibt es für die praktische Anwendung wichtige Regeln zu beachten.

Warum PEFC den Anforderungen der „EmpCo-Richtlinie“ entspricht:
Die Richtlinie erkennt nur Siegel an, die auf einem unabhängigen Zertifizierungssystem basieren.

PEFC erfüllt die strengen Kriterien der EU-Definition durch:

  • Unabhängige Verifizierung: Audits erfolgen durch akkreditierte, unabhängige Dritte auf Basis von ISO-Standards.
  • Transparenz: Die Standards werden in einem Multi-Stakeholder-Prozess entwickelt und sind öffentlich einsehbar.
  • Klare Sanktionen: Bei Verstößen gegen die Regeln können Zertifikate und damit das Recht zur Label-Nutzung entzogen werden.

Checkliste für die Label-Nutzung

Um sicherzustellen, dass Ihre Kommunikation gegenüber Endverbrauchern (B2C) rechtssicher bleibt, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

1. Halten Sie sich strikt an den PEFC-Standard:

Die Verwendung des Siegels muss immer gemäß dem PEFC-Warenzeichenstandards (PEFC ST 2001) erfolgen.

2. Nutzen Sie den PEFC Label Generator:

Verwenden Sie ausschließlich die dort bereitgestellten, autorisierten Texte. Diese wurden bereits an die EmpCo-Vorgaben angepasst, beispielsweise durch das Entfernen vager Begriffe wie „global“.

3. Spezifizieren Sie den Geltungsbereich:

Es muss für den Kunden immer klar erkennbar sein, worauf sich das Siegel bezieht (z. B. auf das konkrete Produkt oder die Verpackung).

4. Vermeiden Sie allgemeine Aussagen:

Vage Begriffe wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „ökologisch“ sind laut Richtlinie ohne konkreten Beleg verboten. Die PEFC-Botschaften sind hingegen spezifisch und belegt, was das Risiko für Unternehmen senkt.

Was Sie in der Kommunikation prüfen sollten

Die Richtlinie konzentriert sich primär auf die B2C-Kommunikation (Business-to-Consumer). Überprüfen Sie daher insbesondere:

Produktverpackungen und Etiketten.

Marketingmaterialien und Online-Auftritte.

Nachhaltigkeitsberichte, sofern diese für Verbraucher zugänglich sind.

Unternehmen, die PEFC-zertifizierte Produkte führen, sind gut auf die neuen gesetzlichen Regelungen vorbereitet. Durch die konsequente Nutzung der offiziellen PEFC-Werbebotschaften und die Beachtung der spezifischen Nutzungsregeln stärken Sie nicht nur die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke, sondern minimieren auch rechtliche Risiken im Rahmen der neuen EU-Vorgaben.

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