PEFC International
PEFC = Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes / Programm zur Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen
PEFC-Zertifizierung
Die Gründung von PEFC
Der PEFC Council (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) wurde am 30. Juni 1999 in Genf als europäisches System gegründet – mit Österreich als einem der elf Gründungsmitglieder.
Heute ist PEFC eine globale Organisation für nachhaltige Forstwirtschaft. Weltweit werden bereits über 330 Millionen Hektar Waldfläche nach den strengen PEFC-Standards bewirtschaftet. Damit ist PEFC Marktführer in der Waldzertifizierung.
Entstehung der PEFC Zertifizierung
Das PEFC-Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung basiert auf internationalen Beschlüssen, die seit der Umweltkonferenz von Rio 1992 gefasst wurden. Grundlage sind die Kriterien der europäischen Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder (Helsinki 1993, Lissabon 1998, Wien 2003).
Im Jahr 2010 erweiterte PEFC die Anforderungen u. a. um den Schutz natürlicher Wälder, das Verbot gentechnisch veränderter Organismen und den Schutz der Rechte indigener Völker.
Diese Vorgaben sind im Technischen Dokument des PEFC Council International festgeschrieben und bilden die Grundlage für die Anerkennung nationaler Zertifizierungssysteme.
Mitgliedsländer
Weltweit arbeiten Forstexpert:innen auf allen Kontinenten an der Umsetzung der PEFC-Ziele. Gemäß der Agenda 21 ist die Standardentwicklung bei PEFC ein transparenter Prozess, an dem alle Interessensgruppen teilnehmen können.
Heute zählt der PEFC Council International (PEFCC) über 49 nationale Mitglieder, darunter PEFC Austria.
Dabei wird unterschieden zwischen
- Mitgliedern mit anerkanntem System (z. B. Österreich, Deutschland),
- Mitgliedern im Anerkennungsverfahren (z. B. Südafrika) und
- Mitgliedern ohne anerkanntes System (z. B. Türkei).
PEFC steht allen glaubwürdigen, freiwilligen und transparenten Forstzertifizierungssystemen weltweit offen gegenüber.
Entscheidungsgremien
Neben den Mitgliedsländern können auch international tätige Verbände und Unternehmen als sogenannte Stakeholder-Mitglieder dem PEFC Council beitreten und in der Generalversammlung mitwirken.
Im 13-köpfigen Vorstand sind alle am Wald interessierten Gruppen vertreten – von Waldbesitzern, Holzindustrie und Handel bis zu Gewerkschaften, Umweltverbänden und indigenen Völkern.
Aktive, nachhaltige und klimafitte Waldbewirtschaftung nach PEFC
Das Ziel ist, den Wald mitsamt seiner Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der PEFC-Gedanke umfasst daher sowohl ökonomische, als auch soziale und ökologische Aspekte. Die Maßnahmen orientieren sich an den sechs, bei der Ministerkonferenz in Helsinki beschlossenen, Kriterien:
2. Erhaltung der Gesundheit und Vitalität von Waldökosystemen
3. Erhaltung und Förderung der Produktionsfunktion der Wälder (Holz- und Nichtholz-produkte)
4. Erhaltung, Schutz und angemessene Verbesserung der biologischen Vielfalt in Waldökosystemen
5. Erhaltung und angemessene Verbesserung der Schutz-funktion in der Waldbewirtschaftung (insbesondere Boden und Wasser)
6. Erhaltung anderer sozio-ökonomischer Funktionen und Bedingungen
Hier geht es zur Website von PEFC International: www.pefc.org

