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Pressemeldung vom 15. Februar 2007
Deutsche Bundesregierung macht Zertifikat zur Bedingung
Beschaffungsrichtlinie für Holz und Holzprodukte veröffentlicht
Wien, 15. Februar 2007 Nach mehrjährigem Entwicklungsprozess hat die deutsche Bundesregierung am 29. Jänner 2007 ihre Beschaffungsrichtlinie für Holz und Holzprodukte veröffentlicht. Demnach muss in Zukunft bei öffentlichen Aufträgen nachgewiesen werden, dass das gelieferte Holzprodukt aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Hierfür sieht die Regierung PEFC als geeigneten Nachweis.
Der Nachhaltigkeitsnachweis als verbindliches Kriterium in der öffentlichen Beschaffung bestärkt insbesondere Betriebe in Österreich und Europa in ihrer Entscheidung für die Zertifizierung nach PEFC. Für die österreichische Holzwirtschaft zählt Deutschland zu den wichtigsten Exportländern. Aufgrund der guten Versorgungslage mit PEFC-zertifiziertem Rohstoff und den zahlreichen Zertifikatsinhabern in der Holz verarbeitenden Industrie können die österreichischen Betriebe einer steigenden Nachfrage nach PEFC-Produkten entsprechen.
"Der Wald in Österreich ist in neun PEFC-Regionen aufgeteilt", erklärt Felix Montecuccoli, Vorstandsmitglied von PEFC International, "Waldbesitzer, die zertifiziertes Holz verkaufen wollen, unterschreiben eine Erklärung, in der sie sich zur Einhaltung der PEFC-Kriterien verpflichten." Beinahe 300 weiter verarbeitende Betriebe haben sich entlang der Produktkette der Überprüfung nach PEFC verpflichtet. Die Zahl der Länder, deren öffentliche Beschaffungspolitik zertifizierte Produkte bevorzugt behandelt und deren Kauf empfiehlt, ist groß und wächst laufend: Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, Japan, die Schweiz und nun auch Deutschland. Dieser positive Trend findet sich auch in der Resolution des Europäischen Parlaments vom Jänner letzten Jahres. Darin wird PEFC als Instrument empfohlen, um Verbrauchern die Gewähr in Bezug auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu geben. "Das ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht eine sehr erfreuliche Entwicklung für Österreich", betont Montecuccoli.
Auf äußerst positive Resonanz stieß die Bekanntgabe auch bei der wichtigsten Umweltorganisation in Österreich, dem Umweltdachverband, der insgesamt mehr als eine Million Mitglieder vertritt: „Der Beschluss des Top-Exportlandes Deutschland setzt das richtige Signal für verantwortungsvolle Holzbeschaffung und wird die Verpflichtung vieler Betriebe in Österreich zu Umweltbewusstsein und Zertifizierung honorieren. Die Bedienung des „grünen Marktes Deutschland“ ist somit für viele heimische, exportierende Betriebe besonders gut möglich“, stellt Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, fest.
PEFC hat sich seit seiner Gründung 1999 zum Zertifizierungssystem mit dem weltweit größten Rohstoffpotenzial entwickelt. In 30 Ländern sind mehr als 190 Millionen Hektar Wald nach den strengen Kriterien von PEFC zertifiziert, mehr als 2.900 weiterverarbeitende Betriebe entlang der Chain of Custody produzieren oder handeln mit PEFC-zertifizierten Waren und Rohstoffen.
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