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Pressemitteilungen


Pressemeldung vom 21. Juli 2006

Der Wald als Schule: Bei der Bergwaldwoche 2006

Ein Projekt von Alpenverein und Forstverwaltung bringt Kinder und Erwachsene in die Natur

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Forstverwaltung Wittgenstein zusammen mit dem Alpenverein eine der Bergwaldwochen, die jedes Jahr in ganz Österreich stattfinden. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit wächst mit jedem Baum“ war PEFC heuer einer der Förderer des Projektes in Hohenberg/NÖ.

Seit 2001 organisiert der österreichische Alpenverein Bergwaldprojektwochen in ganz Österreich. Seit dem letzten Jahr wird in Niederösterreich außerdem im Rahmen der Projektwochen eine Familienwoche angeboten. Vergangene Woche fand die Bergwaldwoche speziell für Familien mit Kindern in der Forstverwaltung Wittgenstein in Hohenberg im Revier Trauch wieder statt. Organisiert von Alpenverein und Forstverwaltung Wittgenstein waren insgesamt 5 Familien mit 11 Kindern aktiv beteiligt. Ausgestattet mit PEFC-Kappen und T-Shirts verfolgen alle gemeinsame Ziele: das Pflanzen von jungen Bäumchen, Dickungspflege, Läuterung, Wegsanierung. Im Vorjahr wurden von den Teilnehmern 2000 junge Lärchen und Fichten gesetzt. Die praktische Arbeit hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Umwelt, auch das Bewusstsein für das sensible System Bergwald wird geschärft und ein Einblick in ökologische Zusammenhänge gegeben. Auch handwerkliche Fähigkeiten werden geschult und unter Beweis gestellt – zum Beispiel beim Bau eines Hochsitzes. Es geht darum, eine Woche lang ausschließlich manuell zu arbeiten, unter der fachlichen Anleitung der Profis vor Ort. Dass dabei Sicherheit groß geschrieben wird, ist für die Organisatoren selbstverständlich.

Mit Sicherheit nachhaltig

"Motormanuelle Werkzeuge kommen überhaupt nicht zum Einsatz", erklärt DI Dominik Bancalari, Wirtschaftsführer der Forstverwaltung und Hauptorganisator der Bergwaldwoche. Außerdem werden für die Kinder andere Arbeitsflächen und kleinere Werkzeuge verwendet. Die Idee der Familienwoche ist in der Praxis entstanden und der Erfolg ist dem Eifer der Kinder zu verdanken. „Es besteht überhaupt kein Zwang – im Gegenteil: Wir müssen die Kinder eher bremsen!“, schmunzelt Förster Bancalari, selbst Vater von drei Kindern. Bei einer Arbeitsleistung von über 600 Stunden ist ein nachweislicher, waldwirtschaftlicher Erfolg zu verzeichnen, dennoch könne man bei einem derartigen Organisationsaufwand nicht von einem Zusatzverdienst sprechen. Das Ziel ist, das Interesse am Wald zu fördern, Menschen in den Wald zu bringen und über wichtige Anliegen zu informieren. Dass dabei aktiv für den Bergwald gearbeitet wird, ist der nützliche Nebeneffekt.

"Viele Schüler sind sehr gut vorgebildet, andere können selbst einen Buchen- von einem Tannenzweig nicht unterscheiden", erzählt Bancalari, dessen Frau Katharina das waldpädagogische Konzept rund um die Familienwoche erarbeitet hat. "Am Ende der Woche schaut dies meist ganz anders aus!", freut sich das Ehepaar. Durch den einzigartigen Erlebnischarakter – gewohnt wird ohne Strom und Handyempfang – sind die Kinder intensiv und ohne Ablenkung bei der Sache. Verköstigt werden die Teilnehmer im urigen Jagdhaus mit regional-heimischen Produkten.

Die Förderung eines solchen Projektes ist für PEFC nahe liegend: Die Erhaltung und Verbesserung von Waldressourcen ist das oberste Kriterium in der Beurteilung von Waldökosystemen. Auch Baumartenzusammensetzung, Altersstrukturen sowie Naturnähe und Verjüngung sind wichtige Aspekte in der Messung der Nachhaltigkeit in den Wäldern. Anhand der Kriterien von PEFC wird die nachhaltige Nutzung des vielfältigen Lebensraumes geprüft. Das Zusammenkommen von Waldbewirtschaftern und Waldbenutzern vor forstrechtlich und fachlich fundiertem Hintergrund wird garantiert und Kindern wird das Ökosystem Wald näher gebracht – das bedeutet Nachhaltigkeit auf ganzer Linie.

PEFC in Kürze

Österreichs Wälder werden seit Generationen im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Das international anerkannte Holzgütesiegel PEFC garantiert weltweit, dass Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Wer das PEFC-Label führen will, muss die strengen PEFC-Kriterien in der Waldbewirtschaftung erfüllen. PEFC ist mit weltweit mehr als 190 Millionen zertifizierter Waldfläche das derzeit größte Zertifizierungssystem. Knapp 3000 weiterverarbeitende PEFC-Betriebe garantieren die nachhaltige Herkunft des Rohstoffes Holz entlang der Produktionskette.

Für Rückfragen

PEFC Austria
Katharina Konicek (Öffentlichkeitsarbeit)
Alserstraße 21/1/5 1080 Wien

Tel: +43 / 1 / 402 47 01 - 17
Fax: +43 / 1 / 401 13 - 50
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