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Pressemitteilungen


Pressemeldung vom 09. Juni 2008

Seltenes entdecken und bewahren

Im Bezirk St. Pölten hat heute für Erstklässler der Volksschule Traismauer die Woche des Waldes besonders begonnen: Gemeinsam mit einem Waldpädagogen pflanzten sie die seltenste Baumart Österreichs, den Speierling. Und entdeckten dabei PEFC in der Praxis.

In einem PEFC-Forstbetrieb startete heute für die Klasse 1A der Volksschule Traismauer die Woche des Waldes hautnah. Im Rahmen eines Waldwandertages unter waldpädagogischer Anleitung lernten die Kinder den Wald mit allen Sinnen kennen: Mit Spüren, Riechen, Zeichnen und Schätzen waren sie einen Vormittag lang beschäftigt. Das abschließende Einpflanzen der Speierlingbäumchen konnte alle Erstklässler begeistern. Das machte nicht nur Spaß, sondern hatte auch Sinn. Der Speierling ist nicht nur eine seltene Baumart, er ist auch der Baum des Jahres 2008 – und trägt gepflanzt zur Artenvielfalt in Österreichs Wäldern bei.

„Der Speierling ist der seltenste Baum in Österreichs Wäldern“, erklärt Michael Bubna-Litic, Forstbesitzer und Waldpädagoge, den neugierigen Schülerinnen und Schülern, „deshalb ist es wichtig, diese Baumart zu erhalten und bewahren.“ Wie groß die Ansprüche sind, die ein Baum an seinen Lebensraum stellt, wird bei seltenen Baumarten besonders bewusst. Boden, Luft, Licht, Witterung – es braucht den Gleichklang vieler Faktoren, um einen Baum wachsen zu lassen. Staunen löste auch die Information aus, dass die Bäume, die gemeinsam gepflanzt wurden, frühestens in 70 Jahren so aussehen würden, wie die Bäume rundherum. Das macht den Begriff Nachhaltigkeit auch den Jüngsten bewusst. Die Anforderungen von PEFC an den Wald wurden ebenfalls angesprochen. „PEFC ist wie ein Lehrer: Wenn die Waldbesitzer alles richtig machen, bekommen sie ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt“, erklärte Katharina Konicek, Pressereferentin von PEFC Austria.

So spannend kann ein Waldwandertag für Kinder nur deswegen sein, weil Österreichs Wälder seit Generationen im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaftet werden. Die Waldbesitzer leisten mit ihrer Arbeit einen maßgeblichen Beitrag für das Bewahren einer vielfältigen Natur und abwechslungsreichen Landschaft. Auf diese Weise fördern sie die Lebensqualität der Bewohner unseres Landes. Damit die biologische Vielfalt auch für kommende Generationen erhalten bleibt, wird eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Die Leitlinien, die PEFC an die Forstbewirtschafter stellt, sind vielfältig und streng: Die Waldausstattung der bewirtschafteten Flächen muss gleich bleiben oder steigen, Prophylaxe vor Schädlingen hat Vorrang gegenüber chemischen Mitteln, pflegliche Bewirtschaftungsmethoden werden gefördert und die Erhaltung der Funktionen des Waldes werden groß geschrieben. Weiters wird der Biologischen Vielfalt in Waldökosystemen eigens Rechnung getragen: Der Anteil von mehrschichtigen Beständen muss steigen, die Beibehaltung und der Ausbau der strukturellen Vielfalt werden gewährleistet, es werden Totholz, Altholz und Sträucher im Wald belassen, die Vorteile der natürlichen Verjüngung werden genützt und die genetische Variabilität der Waldbestände wird erhalten, um die Anpassungsfähigkeit der Waldbäume an wechselnde Umweltbedingungen zu gewährleisten. Damit wird die Erhaltung der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen für nachfolgende Generationen erhalten, die Zukunft des Kultur- und Naturgutes Wald gesichert und die Forstwirtschaft als wesentlicher Beitrag zur Entwicklung ländlicher Gebiete gefördert.

Die Kriterien von PEFC prüfen und messen somit die Erhaltung des Lebensraumes Wald. Jeder Teilnehmer am System ist verpflichtet, diese Kriterien einzuhalten. PEFC sichert über die Prüfung vom Wald und der gesamten Produktionskette dem Konsumenten, dass gekaufte Holzprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen und mit dem Kauf den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Holz zu fördern.

Das Zertifizierungssystem PEFC wurde 1998 gegründet. Es hat sich seither zu einem erfolgreichen und international tätigen Programm entwickelt. Derzeit sind 33 Länder Mitglieder bei der Zertifizierungsinitiative, weltweit werden 203 Millionen Hektar Wald – das entspricht 51mal der Waldfläche und 25mal der Gesamtfläche von Österreich – nach den Kriterien von PEFC bewirtschaftet. Im Produktfinder www.pefc-einkaufsratgeber.at können Konsumenten nach PEFC-zertifizierten Produkten und Händlern suchen.


Für Rückfragen

PEFC Austria
Katharina Konicek (Öffentlichkeitsarbeit)
Alserstraße 21/1/5 1080 Wien

Tel: +43 / 1 / 402 47 01 - 17
Fax: +43 / 1 / 588 86 230
Email: presse@pefc.at
Internet www.pefc.at
 

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